Alles zu den Prüfungen

Alles zu den Prüfungen: Prüfablauf-Gesetzliche Anforderungen-Prüfobjekte-Die einzelnen Prüfvorschriften-Wann wird geprüft-Wer darf prüfen-Was sagt die Betriebssicherheitsverordnung-Warum wird geprüft-Was wird geprüft.

Auf die Schnelle und in Kurzform:

Warum wird geprüft?
Ziel ist es, Defekte und Mängel rechtzeitig zu lokalisieren und dadurch die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, Schülern, Kunden und Gästen zu garantieren. Elektrische Anlagen und Geräte dürfen niemanden gefährden, und die Brandgefahr soll minimiert werden. Letztlich geht es nicht um Gesetze, sondern um Menschenleben.

Was wird geprüft?
Diese häufigste von Kunden gestellte Frage ist gleichzeitig auch am einfachsten zu beantworten:
Alles, was mit Strom betrieben wird, unterliegt der Prüfpflicht:

Ortsveränderliche Elektrogeräte ( OV )
Alle ortsveränderlichen Elektrogeräte in Ihrem Unternehmen müssen einer Wiederholungsprüfung nach DGUV V3 (neu TRBS2131) unterzogen werden. Als solche OV- Geräte gelten z.B. Kaffeemaschinen, Wasserkocher, Computer, Drucker, aber auch Bohrmaschinen oder auch die Minibar im Hotelzimmer. Kurzum: Alles, was einen Stecker hat und sich ohne Aufwand leicht transportieren lässt.
Ortsfeste Geräte und Anlagen ( OF )
Die Prüfung von ortsfesten elektrischen Anlagen sowie elektrischen Gebäudeinstallationen und ihre Betriebsmittel werden nach VDE 0105-100 durchgeführt. Dabei werden Daten zu Stromflüssen, Spannung, Leistung sowie Widerständen erhoben und im Prüfgerät gespeichert. Diese Daten werden anschließend in der neuesten Prüfsoftware erfasst und dem Kunden nach abgeschlossener Prüfung als Prüfergebnis und Bescheinigung ausgehändigt. Im Prüfbericht werden auch etwaige Mängel aufgelistet, die dann entsprechend behoben werden müssen. Wann wird geprüft? Vor der ersten Inbetriebnahme, nach Umzug und nach erfolgter Reparatur ist eine Prüfung gesetzlich sofort im Anschluss vorgeschrieben. Für Wiederholungsprüfungen müssen dann Prüffristen auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung nach § 3 BetrSichV festgelegt werden.

Prüfablauf
Ob OF oder OV, jede Prüfung beginnt mit der sog. „Sichtprüfung“. Hierbei prüfen die Elektrofachkräfte, ob etwaige äußere Beschädigungen etc. vorliegen. Im Anschluss daran erfolgt die messtechnische Überprüfung. Nach erfolgter Prüfung erhalten Sie durch uns die entsprechenden Prüfsiegel sowie eine Dokumentation, in der alle Prüfergebnisse gelistet sind.

Die gesetzlichen Anforderungen:
Die Prüfung ortsveränderlicher und ortsfester Elektrogeräte, Anlagen und Betriebsmittel ist Pflicht. Der Gesetzgeber hat diese Vorschrift in das 7. Sozialgesetzbuch (SGB VII) übernommen (§ 209 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII). Als Betriebs- bzw. Liegenschaftseigentümer sind Sie zur Einhaltung der entsprechenden Prüfungsfristen nach (SGB VII) übernommen (§ 209 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII)  verpflichtet. Wer darf prüfen? Die TRBS 1203 legt fest, dass Prüfungen ausschließlich von „befähigten Personen“ durchgeführt werden dürfen. Alle unsere Mitarbeiter sind bestens ausgebildete und erfahrene Elektrofachkräfte, die dieser Regel in jeder Hinsicht gerecht werden. Sie unterziehen sich regelmäßigen Schulungen und Zertifikate hierzu werden auf Verlangen vorgelegt.

Was sagt die Betriebssicherheitsverordnung?
„Alle Arbeitsmittel und überwachungsbedürftige Anlagen“ unterliegen gemäß Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) einer regelmäßigen Prüfungspflicht.“ Die BetrSichV regelt u.a. die Sicherheit am Arbeitsplatz  für Mitarbeiter als auch für Kunden.

Die einzelnen Prüfvorschriften
Die näheren Prüfvorschriften für elektrisch betriebene Geräte, Maschinen und Anlagen sind durch die folgenden DIN-Normen bzw. VDE-Klassifikationen festgelegt:
Bürogeräte: Prüfung elektrischer Arbeitsmittel mit Schutzkontaktstecker nach VDE 0701-0702.
Maschinen & Elektroinstallationen: Betrieb von elektrischen Anlagen, elektrischen Gebäudeinstallationen und ihre Betriebsmittel nach VDE 0105-100.
Medizinische Geräte: Prüfung von ortsveränderlichen/ortsfesten Anlagen und Betriebsmitteln, sogenannte aktive Medizinprodukte gemäß der Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBV), nach DIN EN 62353 (VDE 0751).
Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen: Prüfung von Arbeitsmitteln mit Fehlerstromschutzeinrichtungen (RCD/PRCD) nach VDE 0701-0702.
ESD: Prüfung der elektrostatischen Entladung nach DIN EN61340 ff.

Wer haftet für die Prüfung?
Bei Eintritt eines Schadenfalles, der aufgrund einer unzureichenden Prüfung entsteht, haften die Betriebsverantwortlichen. Generell gilt jedoch: Nur eine Einzelprüfung mit gerichtssicherer Dokumentation und Gefährdungsbeurteilung, entlässt Sie im Schadensfall aus der persönlichen Haftung. Damit es aber bei Ihnen erst gar nicht „funkt“, übernimmt Fonfara Services bei seinen Kunden seit 1992 die elektrischen Prüfungen nach DGUV V3( früher BGVA3).